Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft – Wir und die Shiba Inu Hündin Yara 

(Teil 1) 

„Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben macht dich reich.“
  Louis Sabin

Auf sehr verschiedene Weise kann der Mensch auf einen Hund kommen… hier ist unsere Geschichte:

Der Wunsch nach einem tierischen Gefährten war schon sehr lange vorhanden. Wir wuchsen beide mit Hunden auf, wodurch die Entscheidung der Art des Tieres schon getroffen war. Nun folgte jedoch die Frage der Rasse, welche sich als sehr schwer zu beantworten herausstellte. Des einen Gewohnheit waren große Hunde, ein Australian Shepherd war langjähriger Wegbegleiter, auf der anderen Seite waren Maltester die treusten Freunde des Hauses. Die Ansichten konnten unterschiedlicher nicht sein. Es vergingen Monate mit Überlegung: „Haben wir genug Zeit für einen Hund?“, „Sollten wir lieber warten bis das Eigenheim bereit ist und eine Familie gegründet wurde?“ und so weiter. Doch die Sehnsucht ließ nicht nach und so entschieden wir uns schließlich „Im neuen Jahr soll der Nachwuchs kommen!“

Erneut stellte sich nun also die Frage „Welche Rasse soll es sein?“. Wir erinnerten uns zurück an einen Film den wir gesehen hatten… Es ging um einen Hund der seines Herrchens treuster Freund war; und das auch nach dessen Tod. Ein prachtvoller Hund: dickes Fell, wunderbare Augen und eine gute Seele - jedoch zu groß. Das Internet bereicherte uns um zahlreiche Rassen, jedoch war keiner das was wir suchten bis wir den Shiba Inu sahen – er sah fast aus wie der Hund aus dem Film. Und so war die schwierigste Entscheidung getroffen.

Wir machten uns nun also auf die Suche nach einem Züchter in unserer Nähe. Erstaunlicherweise gab es mehr als wir erwartet hatten. Direkt die erste Nummer war ein Treffer: ein freundlicher Herr erzählte die Geschichte seiner Hunde, und sagte jedoch, dass er schon seit langem nicht mehr züchte. Die Enttäuschung war im ersten Moment groß, jedoch nannte er eine Züchterin die ihm wohl sehr am Herzen lag – und uns inzwischen auch. Frau Elisabeth Mönch. Wir riefen sofort bei ihr an. Da noch am selben Wochenende ganz in der Nähe ein „Shiba Treffen“  stattfand, lud Sie uns dazu ein. Also machten wir uns auf den Weg nach Hockenheim. Umgeben von wundervollen Shibas wurde unsere Entscheidung verstärkt und nach dem ersten Treffen und ausgiebigen Unterhaltungen mit Frau Mönch auch sicherlich die richtige Züchterin gefunden. Wir wurden außerdem eingeladen, uns die Zuchtstätte und ihre Hunde anzuschauen. Ein paar Tage später war es dann schon so weit: Die Hundedame wurde gedeckt. Danach verging eine gefühlte Ewigkeit bis Frau Mönch uns anrief um uns zu sagen, dass es geklappt hat „Die Hündin trägt!“ und noch weiteres Warten bis der nächste Anruf kam: „Die Welpen wurden um 12:30 geboren“. Noch am selben Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem Schützling – ein Mädchen. Seitdem besuchen wir sie wöchentlich. 

In der ersten Woche wuchs unsere Hündin um das Doppelte ihres Geburtsgewichts. Augen und Ohren geschlossen, jedochTast- und Geruchssinn könnten schon vorhanden sein. 

Nach zwei Wochen waren dann die Äuglein und Ohren leicht geöffnet und sie fing an ein wenig zu „krabbeln“.

In der dritten Woche waren die drei Shiba-Welpen dann schon richtig fit. Das Laufen klappt noch nicht so ganz, aber sie krabbeln richtig schnell und ihren eigenen Willen haben sie auch schon. 

Inzwischen ist Yara 4 Wochen alt und gemeinsam mit ihren zwei Brüdern läuft sie fast schon wie eine Große, etwas Unsicherheit auf den Beinen sei ihr in diesem Alter verziehen.

 

 

 

 (Teil 2)

 

In der letzten Ausgabe haben wir euch erzählt wie wir den Entschluss getroffen haben uns einen tierischen Mitbewohner ins Haus zu holen und euch außerdem über die ersten vier Lebenswochen unserer Shiba Inu Hündin Yara informiert. Nun geht es weiter und wir erzählen euch, wie die nächsten drei Wochen verliefen und wie sich unsere Hündin und ihre zwei Brüder entwickelt haben:

Aus dem unsicheren Krabbeln und Laufen ist in der fünften Woche ein wildes umeinander Rennen mit Stopps und Stolpern geworden. Die Kleinen haben inzwischen auch entdeckt, dass man wunderbar miteinander spielen kann und sogar in Perfektion studiert wie man sich gegenseitig ärgert. Yara - wie kann es auch anders sein - ist die Unruhestifterin schlechthin, denn sie kann ihre Brüder einfach nicht in Ruhe lassen. Ebenso war es für die drei Welpen sehr interessant das erste Mal durch den dunklen, raschelnden Stofftunnel zu gehen - jedoch nicht für Yara. Vielmehr wurde der Tunnel von Yara dazu missbraucht, ihre Brüder unerwartet von hinten zu überlisten. Dies hatte den Vorteil, dass der Überraschungseffekt einfach riesig war. Die Heizung eignete sich auch als super Versteck – doch wenn man einmal drunter steckt ist das mit dem Weg zurück nach draußen so eine Sache… doch natürlich hat sie auch das geschafft.

Als die Shiba-Welpen dann mit etwa sechs Wochen feststellten, dass sich nicht nur die Geschwister perfekt zum Spielen eignen, sondern auch allerlei andere Dinge, war das Gerangel groß. Als ziemlich vorteilhaft hat sich erwiesen, das sich das Spielzeug nicht wehren kann. Gerade für die zwei Jungs war Yara`s Erkenntnis ein Segen und sie hatten endlich einmal für kurze Zeit ihre Ruhe. Yara weiß jedoch leider noch nicht was so alles unter die Kategorie Spielzeug fällt und man musste ihr ab und an klar machen, dass die Inneneinrichtung des Hauses leider nicht dazu gehört. Das musste sie mit großem Bedauern hinnehmen. Inzwischen wussten die Kleinen außerdem genau, wie man sich am besten verhält um an die frische Luft zu kommen. Bis halb sechs wurde geschlafen, doch dann drückt die Blase und Frau Mönch muss geweckt werden. Das Jaulen der drei ist zwar ziemlich leise, doch von den ausgewachsenen Hunden im Haus nicht zu überhören und diese wecken dann auch gerne ihre Halterin um auf die Shiba-Welpen aufmerksam zu machen.

Als wir Yara besuchten als sie sieben Wochen alt war, war draußen alles winterlich weiß und wir gingen als erstes in den Garten mit den Welpen. Nachdem die Kleinen etwas die verschneite Welt erkundet hatten und die Stufe zurück ins Haus überwunden hatten war es dann soweit, der Parcours wartet auf die drei. Eine Rampe, der Tunnel und Stäbe und viele andere Hindernisse gab es zu überwinden. All dies haben Yara und ihre Brüder mit Bravour gemeistert. Auch das seitlich aus der Rampe springen war keine Hürde - das gewöhnliche hinunter Laufen ist schließlich auch nur für „Babys“. Mit Leckerlies konnten wir die kleinen Racker überall hin locken - denn für Futter tun sie alles. Selbst ein Hocker der fast doppelt so groß ist wie die Welpen selbst ist dann kein großes Hindernis mehr. Und so ging der letzte Tag zu Ende an dem wir ohne Yara von Frau Mönch nach Hause fuhren…

Nun ist es nur noch eine Woche bis Yara zu uns nach Hause kommt. Die Vorfreude ist groß, wir hoffen, dass sie sich gut einleben wird und sich über ihr neues Zuhause freut. Sicher wird sie ihre Brüder anfangs vermissen, doch nebenan wartet schon heute eine Malteser-Hündin mit der sich die Zeit bis zum nächsten Wiedersehen ganz bestimmt super überbrücken lässt.

Sobald unsere Hündin ihr neues Heim bezogen hat und sich etwas eingelebt hat werdet ihr wieder von uns hören. 

 

 

 

(Teil 3)

 

Als wir unsere Yara dann nach acht Wochen endlich abholen konnten, wurden wir von Frau Mönch bei der Übergabe genau über alle wichtigen Dinge - wie Impfungen, Essen etc. - informiert. Außerdem gingen wir mit unserem Welpen das erste Mal spazieren. Dabei wurden uns von der Züchterin die besten Methoden zum Anleinen, Gassi gehen und Belohnen gelehrt. Die Übergabe dauerte im Ganzen etwa zwei Stunden. 

 

Danach ging es für Yara in die Box und auf den Rücksitz des Autos. Eine Stunde Fahrt lag nun vor uns. Ausgenommen von einem kurzen, leisen Winseln am Anfang verlief unterwegs alles super. Zuhause angekommen zeigten wir ihr zuerst den Hof und Garten der ihr in Zukunft neben den Spaziergängen als Spielparadies dienen wird. Nachdem sie sich dort etwas zu Recht gefunden hatte brachten wir sie dann in die Wohnung. Dort bekam sie ausgiebig Zeit zum Schnüffeln und Entdecken. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass es sich für den Hund und auch uns gelohnt hat, Yara jede Woche zu besuchen, denn sie machte keinerlei Anzeichen von Traurigkeit. Wenn der Züchter das anbietet, würden wir jedem Raten dies in Anspruch zu nehmen. Beim erkunden der Wohnung fand Sie auch bald den großen Spiegel an der Wand, welcher es ihr besonders angetan hat - noch heute liebt sie es, mit ihrem Spiegelbild zu spielen und zu raufen. Ebenso erging es ihr auch in der Küche, denn diese ist Hochglanz-schwarz und damit auch spiegelnd. Umgeben von Shibas schien sie sich zuerst nicht sehr wohl zu fühlen, doch scheinbar hat sie nach ein paar schnellen Bewegungen auch verstanden, dass die anderen Hunde keinerlei Gefahr für sie darstellen. 

Schnell ging der erste Tag vorbei und die Nacht trat ein. Doch so schnell sie eintrat war sie dann auch schon wieder vorbei. Yara musste um 3:00Uhr auf die Toilette. Dies hieß konkret, anziehen, raus in den Garten bei nicht ganz so erfreulichen Temperaturen und warten bis sie ihr perfekten Platz für das Geschäft gefunden hat. Dieses Szenario trat zum Glück nur noch einmal auf, bis wir ihr auf Rat der Züchterin nach 19:00 Uhr kein Wasser mehr zur Verfügung stellten. Danach schlief sie dann bis 7:00 Uhr morgens durch.

Auch sehr froh waren wir, dass Yara sich von Anfang an meldete und direkt zur Balkontür lief wenn sie raus musste. Auch wenn die Balkontür nicht zum Garten führt, wussten wir direkt was sie brauchte und brachten sie sofort runter. Insgesamt hat sie nur zweimal in die Wohnung gemacht und das auch nur weil sie während des Spielens wahrscheinlich erst sehr spät merkte, dass sich etwas anbahnt. Diese Ausrutscher kennen wir alle und das nicht nur von Hunden 

Von Tag zu Tag nahm leider der Beißzwang unserer Hündin zu. Diesen versuchen wir stets mit Hilfe von Knochen und anderen Spielsachen zu stillen, worin wir bis heute auch sehr erfolgreich waren. Ein größeres Glück ist, dass Yara bisher keinerlei Schuhe, Möbel oder Ähnliches angeknabbert hat - Toi, toi, toi, dass es dabei auch bleibt. 

Nach vier Wochen können wir heute sagen, dass wir unglaublich froh sind unsere Yara zu haben. Sie hat sich unserer Meinung nach perfekt entwickelt, nicht nur weil sie gerne mit uns kuschelt und uns jeden Tag versüßt, sondern auch weil sie neben Sitz und Platz auch schon viele andere Tricks - wie Pfötchen, Rolle und auf dem Boden kriechen - beherrscht. Yara ist ein wahnsinnig intelligenter, lebensfreudiger, aktiver und vor allem ein Menschen gegenüber sehr aufgeschlossener Hund und egal wo man mit ihr auftaucht ist sie der Star. 

Wir hoffen, wir konnten mit unserer Geschichte vielen Menschen einen Einblick in die ersten Wochen des Lebens mit einer Shiba Inu Hündin geben und freuen uns auf die weiteren Stunden, Wochen und Jahre mit unserer Heldin Yara. Zum Schluss wollten wir nochmals Frau Mönch danken, welche uns stets mit Rat und Tat zur Stelle stand und uns damit die Wochen erheblich erleichtert hat.